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Die Süddeutsche Erdgasleitung (SEL) ist Teil der Energiewende. Die Leitung soll zunächst moderne Gaskraftwerke in Baden-Württemberg mit Erdgas versorgen

  • Autorenbild: Andreas Schink
    Andreas Schink
  • 30. Juni
  • 3 Min. Lesezeit

Abschluss aller Bohrungen zwischen Heidelberg und Leimen

10.06.2026 / Lesezeit: 2 Minuten

Großer Etappenerfolg an der SEL: Alle Tunnelbohrmaschinen sind angekommen





Die Süddeutsche Erdgasleitung (SEL) ist Teil der Energiewende. Die Leitung soll zunächst moderne Gaskraftwerke in Baden-Württemberg mit Erdgas versorgen und ab Anfang der 2030er Jahre auf einer Länge von 250 Kilometern Wasserstoff nach Baden-Württemberg transportieren. Damit ermöglicht sie den Ausstieg aus der Kohleverstromung und sorgt künftig als Teil des Wasserstoff-Kernnetzes für eine CO₂-neutrale Energieversorgung in Baden-Württemberg. Der Bau der SEL erfolgt bedarfsorientiert in mehreren Abschnitten.


Der 61 Kilometer lange Abschnitt führt von Heidelberg über Eppelheim, Leimen, Gaiberg, Wiesloch, Mauer, Meckesheim, Spechbach, Epfenbach, Neckarbischofsheim, Helmstadt-Bargen, Hüffenhardt, Siegelsbach, Bad Rappenau bis nach Heilbronn. Der Abschnitt soll bis Ende 2026 fertiggestellt und in Heidelberg und Heilbronn an das Bestandsnetz von terranets bw angeschlossen werden. 

Ab Anfang der 2030er Jahre wird die SEL auf den Transport von Wasserstoff umgestellt. Als Teil des bundesweiten Wasserstoff-Kernnetz wird die SEL Verbrauchsschwerpunkte in Baden-Württemberg mit der nationalen und europäischen Wasserstoff-Infrastruktur verbinden.




Vor etwa elf Monaten hat der Bau der SEL (Süddeutschen Erdgasleitung) zwischen Heidelberg und Heilbronn begonnen. Seither werden auf dem insgesamt 61 Kilometer langen Abschnitt Meter für Meter Rohre in den Boden verlegt. An vielen Stellen im Rhein-Neckar-Kreis, Neckar-Odenwald-Kreis oder im Landkreis Heilbronn ist der Bau der SEL sichtbar.


Neben dem üblichen Trassenbau in offener Bauweise, bei dem die Leitung in einen Rohrgraben verlegt wird, findet sich zwischen Heidelberg und Leimen ein technisch sehr anspruchsvolles Bauwerk. Dort werden auf einer Länge von rund drei Kilometern Weinbauflächen, landwirtschaftliche Nutzflächen, ein Steinbruch sowie ein Landschaftsschutzgebiet in einer Tiefe von mindestens vier Metern unterquert. Wir geben einen Überblick über den aktuellen Fortschritt der Arbeiten.




Alle Tunnelbohrmaschinen sind angekommen 

Die Querung wird mittels eines aufwendigen Tunnelbohrverfahrens umgesetzt. Dafür war einiges an Vorarbeit notwendig: Zunächst wurden im Sommer und Herbst 2025 vier Baugruben in Heidelberg-Rohrbach, am Heidelberger Dormenacker, am Heidelberger Dachsbuckel sowie eine in der Nähe von Leimen-Lingental gebaut. Diese dienten als Start- beziehungsweise Zielschacht für die Tunnelbohrmaschinen, die im November 2025 starteten. 

Zwei der insgesamt drei Tunnelbohrungen kamen im Februar 2026 an ihrem jeweiligen Ziel an. Die dritte Bohrung nahm mehr Zeit in Anspruch, da ihr harte Gesteinsverhältnisse im Weg standen. Anfang Juni 2026 war es aber auch für sie so weit: Sie erreichte den Zielort am Dachsbuckel. Mit ihrer Ankunft feiern wir einen großen Etappenerfolg beim Bau der SEL.





Bau seit August 2025

terranets bw baut diesen Trassenabschnitt seit Anfang August 2025 in Etappen. Zudem wird ein Teil der Strecke mittels eines Bohrverfahrens unterirdisch gequert: 

  • Bau zwischen Hüffenhardt und Leimen: Seit August 2025 bis voraussichtlich Juli 2026 wird die Leitung zwischen Hüffenhardt, Helmstadt-Bargen, Neckarbischofsheim, Epfenbach, Spechbach, Meckesheim, Mauer, Wiesloch, Gaiberg und Leimen gebaut.

  • Bau einer unterirdischen Querung zwischen Heidelberg und Leimen: Seit August 2025 bis voraussichtlich Oktober 2026 wird die SEL auf einer Länge von drei Kilometern unterirdisch verlegt.

  • Bau zwischen Heidelberg-Grenzhof und Heidelberg-Rohrbach: Seit Mai 2026 bis voraussichtlich August 2026 baut terranets bw zwischen Heidelberg-Grenzhof, Eppelheim und Heidelberg-Rohrbach.

  • Bau zwischen Siegelsbach und Heilbronn: Seit Februar 2026 bis voraussichtlich Juli 2026 folgt der Bau zwischen Siegelsbach, Bad Rappenau und Heilbronn. Erste Arbeiten bei Siegelsbach haben im Januar 2026 begonnen.

terranets bw bittet um Verständnis, dass Anpassungen am Zeitplan aus organisatorischen oder witterungsbedingten Gründen möglich sind. 

Der Bau beginnt erst, wenn Eigentümer:innen und Bewirtschafter:innen der Nutzung ihrer Flächen, die für den Bau und Betrieb der SEL gebraucht werden, vertraglich zugestimmt haben. Dafür schließt terranets bw schrittweise die für den Bau und Betrieb der SEL benötigten Dienstbarkeiten und Gestattungsverträge mit allen Eigentümer:innen und Bewirtschafter:innen ab. 

Kreis-, Landes- und Bundesstraßen, Autobahnen, Flüsse, Bäche sowie Bahnlinien werden unterirdisch gequert. Da diese Querungen eine besondere Planung erfordern, können diese Arbeiten abweichend zu den oben genannten Zeiten erfolgen. Zudem bittet terranets bw um Verständnis, dass Anpassungen am Zeitplan aus organisatorischen oder witterungsbedingten Gründen möglich sind. 

Zudem finden weiterhin baubegleitende Maßnahmen statt. Dazu gehören archäologische Grabungen, vorgezogene Artenschutzmaßnahmen, sogenannte „CEF-Maßnahmen“, sowie Suchschachtungen, um Fremdleitungen im Trassenbereich zu lokalisieren.

Nach dem Bau werden alle Flächen wiederhergestellt. Für verbleibende, nicht vermeidbare Eingriffe werden Ausgleichsmaßnahmen wie beispielsweise Aufforstungen umgesetzt. Entlang des gesamten 61 Kilometer langen Abschnitt zwischen Heidelberg und Heilbronn werden alle Wiederherstellungsarbeiten bis voraussichtlich Sommer 2027 fertiggestellt sein.




 
 
 

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