Heidelberg schwingt das Konfetti – Der Fasnachtsumzug 2026 wird ein närrisches Großereignis
- Andreas Schink

- vor 10 Stunden
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Aktualisiert: vor 14 Minuten

Heidelberg, Februar 2026. Wenn die Luft wieder ein bisschen nach kalter Februarbrise, gebrannten Mandeln und einer Prise Anarchie riecht, dann weiß man in Heidelberg: Die Narren übernehmen die Stadt! Am 17. Februar 2026 verwandelt sich die Universitätsstadt erneut in eine Bühne für schillernde Kostüme, musikalischen Frohsinn und ausgelassenes Treiben – der große Heidelberger Fasnachtsumzug steht an. Und wie jedes Jahr wird die ganze Region zum fröhlichen Ausnahmezustand eingeladen.
Eine Tradition, älter als manche Hauswand der Altstadt
Der Fasnachtsumzug ist längst so tief in Heidelberg verwurzelt wie das Schloss am Hang. Seit vielen Generationen zieht der bunte Lindwurm durch die Stadt und sorgt nicht nur für geschichtsträchtige Momente, sondern vor allem für Geschichten, die irgendwie jedes Jahr noch bunter werden. In Heidelberg gilt: „Wer nicht mitfeiert, verpasst den halben Winter!“
Die Menschen kommen kostümiert als alles, was das kreative Herz so hergibt: von glitzernden Feen, die schon beim leichten Windstoß schimmern, bis hin zu selbstgebastelten Pappkarton-Robotern, die entgegen aller physikalischen Gesetze erstaunlich gelenkig sind. Und natürlich dürfen auch die klassischen Figuren nicht fehlen – Hexen, Clowns, Piraten und jene „Narren“, die behaupten, sie seien überhaupt nicht verkleidet.
Der große närrische Lindwurm – länger als jede To-do-Liste
Punkt 14:11 Uhr setzt sich die bunte Karawane in Bewegung. Zuvor haben die Teilnehmenden schon stundenlang gewerkelt, geschminkt, geschraubt und diskutiert, ob der Wagen wirklich stabil genug ist, um eine überdimensionale XXL-Papierfigur zu tragen, die bei jedem Windhauch wackelt wie ein übermüdeter Flamingo.
Die Strecke führt einmal quer durch die Stadt – vorbei an jubelnden Menschen, Kamelle sammelnden Kindern (und Erwachsenen, die sich möglichst unauffällig mit in die erste Reihe schieben), Straßenmusikanten und unzähligen Kameras. Denn was wäre der Umzug ohne die Selfies der Besucher, die stolz ihre frisch ergatterten Süßigkeiten präsentieren?
Eine Stadt im Ausnahmezustand – Verkehrschaos inklusive
Schon ab dem Vormittag heißt es: „Wer mit dem Auto fährt, ist selber schuld!“ Die Innenstadt wird zur Fußgängerzone XXL. Für die Anwohner lautet die Empfehlung: Humor einpacken, Gelassenheit üben – und vielleicht ein paar Snacks für unterwegs. Öffentliche Verkehrsmittel fahren mit Sonderfahrplänen, und wer zu spät kommt, hat vermutlich irgendwo eine Polonaise kreuzt.
Doch Heidelberg wäre nicht Heidelberg, wenn man sich nicht liebevoll auf den Ausnahmezustand vorbereiten würde. Die Stadt sorgt für Sicherheit, Orientierung und ausreichend freundliche Helfer. Schließlich soll jeder an diesem Tag Spaß haben – egal ob verkleidet, verkühlt oder vollkommen fasnachtsbegeistert.
Bunt, laut und herzlich – Ein Fest für alle Generationen
Besonders der Familienfreundlichkeit verdankt der Umzug seinen Charme. Kinder dürfen sich an Bonbons, bunten Figuren und lauter Musik erfreuen – und Erwachsene daran, dass ihre Kinder so beschäftigt sind, dass man selbst endlich ein paar Fotos machen kann, ohne dass jemand am Ärmel zupft.
Auch Seniorinnen und Senioren werden von den teilnehmenden Gruppen traditionell mit einem Extra-Lächeln bedacht. Die Mischung aus Nostalgie, Frohsinn und moderner Kreativität macht den Umzug zu einem generationenübergreifenden Highlight.

Wer will, der kann – Mitmachen ausdrücklich erwünscht
Für diejenigen, die beim bloßen Zuschauen nicht genug bekommen: Die meisten Vereine freuen sich über neue Mitstreiter. Ob Wagenbau, Musik, Technik, Kostümgestaltung oder pure Lebensfreude – irgendeine Rolle findet sich immer. Einzige Voraussetzung: Humor und Begeisterung für das schön chaotische Treiben.
Heidelberg ruft: „Hajo!“ – und die ganze Region antwortet
Wenn am Ende des Umzugs die große Abschlussfeier beginnt, legt sich über die Stadt ein Gefühl aus Energie, Gemeinschaft und Versöhnlichkeit. Fremde liegen sich lachend in den Armen, Tanzschritte werden improvisiert, und jeder weiß: Die närrische Zeit ist mehr als nur eine Party. Sie ist ein Stück Kultur, ein Stück Zusammenhalt – und in Heidelberg ganz sicher ein Stück Lebensfreude pur.
Der Fasnachtsumzug 2026 verspricht ein Großereignis zu werden, das man nicht verpassen sollte. Also: Kostüm aus dem Schrank holen, gute Laune einpacken und ab nach Heidelberg. Konfetti regnet schließlich nicht jeden Tag vom Himmel.














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